VelutinaFinder, die Asiatische Hornisse auf einer Karte
Sie kam 2004 mit einer Warensendung nach Südfrankreich. Zweiundzwanzig Jahre später steht sie in Nordrhein-Westfalen vor den Fluglöchern. VelutinaFinder führt die Sichtungen aus vier Quellen auf einer Karte zusammen, warnt bei Funden im eigenen Umkreis und legt jeden Montag einen Bericht vor. Die Nutzung ist kostenlos und werbefrei.
Karte öffnen auf velutinafinder.de
Was der Zeitraffer erzählt
2004 sind es fünf Orte im Südwesten Frankreichs. 2013 ist das halbe Land rot. Dann schiebt sich die Fläche über die Grenze.
Für Deutschland stehen in denselben Daten diese Zahlen:
| Jahr | Fundorte in Deutschland | nördlichster Fund |
|---|---|---|
| 2014 | 9 | Höhe Frankfurt |
| 2020 | 25 | Höhe Bielefeld |
| 2023 | 141 | Höhe Flensburg |
| 2024 | 226 | Höhe Flensburg |
| 2026 | 144 (Stand September) | Höhe Flensburg |
Der Sprung liegt zwischen 2022 und 2023: von zwölf auf 141 Fundorte in einem Jahr. Seither ist die Art in Deutschland nicht mehr eine Meldung wert, sondern eine Lage. Wer den Zeitraffer einmal ganz durchlaufen lässt, versteht in neunzehn Sekunden, warum Meldungen gebraucht werden.
Ein Hinweis zur Einordnung: Mehr Fundorte bedeuten nicht zwingend mehr Tiere. Ein Teil des Anstiegs geht darauf zurück, dass seit 2023 deutlich mehr Menschen wissen, worauf sie achten müssen, und dass es Meldewege gibt. Beides lässt sich aus Funddaten nicht sauber trennen.
Die Karte, wie sie heute aussieht
Vier Quellen, eine Karte
Die meisten Hornissen-Karten zeigen nur den eigenen Bestand. VelutinaFinder führt zusammen, was ohnehin gemeldet wird:
| Quelle | Was sie beiträgt |
|---|---|
| Eigene Meldungen | Funde, die Imker und Bürger direkt hier melden |
| GBIF | die internationale Biodiversitäts-Datenbank, Grundlage des Zeitraffers |
| iNaturalist | bestimmte Beobachtungen aus der weltweiten Naturbeobachtung |
| Observation.org | der europäische Meldedienst, stark in den Niederlanden und Belgien |
Jede Quelle lässt sich einzeln ein- und ausblenden. Der Zeitraum ist umschaltbar auf dreißig Tage, zwölf Monate oder alles seit 2025.
Eine Sichtung melden, in einer Minute
Wer meldet, wählt zwischen drei Zuständen: Hornisse gesehen, Nest gefunden, Nest entfernt. Dazu lässt sich die Flugrichtung angeben — der entscheidende Hinweis, wenn ein Nest gesucht wird. Jede Meldung wird geprüft, und der Melder erfährt das Ergebnis.
Warnung für den eigenen Umkreis
Sobald im festgelegten Umkreis jemand eine Sichtung meldet, kommt eine Nachricht per E-Mail und, wenn gewünscht, sofort als Mitteilung aufs Gerät. Für einen Imker ist das der praktische Kern der Seite: Er erfährt von einem Fund, bevor er selbst einen sieht.
Der Wochenbericht
Jeden Montag entsteht ein Bericht mit den Zahlen der Woche, dem regionalen Schwerpunkt, einer Verlaufsgrafik und dem, was in der Fachpresse stand. Das ist keine Statistik zum Selbstzweck: Wer wissen will, ob der Druck in der eigenen Region steigt oder fällt, bekommt hier die Antwort in einer Minute Lesezeit.
Wissen, das vor Ort weiterhilft
Die häufigste Verwechslung ist die mit der heimischen Vespa crabro, die geschützt ist und keinesfalls bekämpft werden darf. Der Wissensbereich zeigt die Unterschiede an Merkmalen, die man am lebenden Tier erkennt: dunkler Brustkorb, gelbe Beinenden, ein einzelnes orangefarbenes Band am Hinterleib. Dazu kommen der Jahreszyklus, der Umgang mit einem Nestfund und was bei einer Meldung an die Behörde zu erwarten ist.
Die App
VelutinaFinder gibt es zusätzlich als App für iPhone und Android. Sie kann zwei Dinge, die der Browser nicht kann: Sie meldet auch ohne Netz — die Meldung wird gespeichert und geht raus, sobald wieder Empfang da ist — und sie schickt die Warnung als Push direkt aufs Gerät.
Warum XDiBee das macht
XDiBee baut Bienenstockwaagen. Die Asiatische Hornisse ist für die Imker, mit denen wir täglich zu tun haben, seit zwei Jahren das bestimmende Thema — und die Datenlage war verstreut: ein Meldeportal je Bundesland, unterschiedliche Formulare, keine gemeinsame Karte, keine Warnung für den eigenen Stand.
VelutinaFinder schließt diese Lücke. Die Seite verkauft nichts und zeigt keine Werbung. Sie ist der Beitrag, den wir zu einem Problem leisten können, das unsere Kunden betrifft.
Häufige Fragen
Kostet die Nutzung etwas?
Nein. Karte, Meldung, Warnung, Wochenbericht und App sind kostenlos und ohne Werbung.
Brauche ich ein Konto?
Zum Ansehen und Melden nicht. Nur für die Umkreis-Warnung und die eigenen Meldungen.
Was passiert mit meiner Meldung?
Sie wird geprüft und erscheint danach auf der Karte. Der Melder erfährt das Ergebnis.
Ersetzt die Karte die Meldung an die Behörde?
Nein. Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art nach EU-Verordnung; ein Nestfund gehört zusätzlich der zuständigen Stelle des Bundeslandes gemeldet. Der Wissensbereich führt auf, wer das je Land ist.
Woher kommen die Daten des Zeitraffers?
Aus GBIF, der Global Biodiversity Information Facility. Die Funde sind je Jahr auf ein Raster von rund elf Kilometern zusammengefasst; ein Punkt steht für einen Ort mit mindestens einem Fund in diesem Jahr.
VelutinaFinder wird von XDiBee entwickelt, aus Minden in Nordrhein-Westfalen. Rückmeldungen von Imkern fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.